Zwerg- u. Riesenschnauzer

„vom Fockenberg“



 

Kleiner Ratgeber

„Mein erster junger Hund“

Willkommen, lieber Hundefreund

Einen Hund zu haben heißt, „Verantwortung tragen“

Meine Lieblingsrasse, der Zwergschnauzer

Kurzgefasste Rassekennzeichen

Ausführliche Rassebeschreibung

Rüde oder Hündin, Ihre Entscheidung

Wissenswertes zum Hundekauf

Ahnentafel und Impfung

Haltung und Erziehung

Die Fütterung

Pflege der Welpen

Der Tierarzt

Mit dem Hund auf Reisen

Der Pinscher-Schnauzer-Klub

 

 

 

 

 

Willkommen, lieber Hundefreund

 

Sie spielen mit dem Gedanken sich zum ersten Mal in das „Abenteuer Hund“ zu stürzen? Als Rasse schwebt Ihnen ein Zwergschnauzer vor? Wir beglückwünschen Sie zu diesem Entschluss. Als Hundebesitzer leben Sie einfach glücklicher als andere Menschen!

 

Ihr Hund ist nicht nur ein neuer Hausgenosse, sondern ein Aufmunterer und guter Kamerad. Er geht mit Ihnen und vor allem für Sie durch dick und dünn. Als Ihr Begleiter, teilt er alle Freuden und auch alle Nöte oder einsame Stunden mit Ihnen.

 

In dieser schon seit langem währenden Gemeinschaft hat sich nicht nur der Hund auf seinen Herrn eingestellt, sondern auch Sie sollten Ihren Freund richtig verstehen und behandeln.

 

 

 

 

 

Einen Hund zu haben heißt, „Verantwortung tragen“

 

Ein Hund hat von Grund auf nur positive Eigenschaften. Junge Hunde kennen nicht unsere Begriffe „gut“ und „böse“. Für ihn ist das was Sie sagen „schon in Ordnung“ und er folgt der Anweisung um Ihnen zu gefallen. Es liegt in Ihrer Verantwortung die guten Eigenschaften zu festigen und außerdem Ihren Hund zu erziehen.

 

Für ihn sind befüllte Einkaufstaschen genauso interessant wie die frisch gepflanzten Blumen oder der gefüllte Mülleimer. Weisen Sie ihn nicht zurück, achten Sie vielmehr darauf, dass er nicht an verbotene Sachen herankommt. Ordnung im Haushalt ist die halbe Erziehung.

 

Er ist ein unbestechlicher Wächter. Alles Fremde oder Ungewohnte, das sich in Haus und Garten tut, wird angekündigt. Es gibt Hunde, die geräuschempfindlich sind. Plötzlich losheulende Sirenen oder schrille Töne ermuntern sie zum „Mitsingen". Bestrafen Sie ihn nicht deswegen. Unser Hund ist hauptsächlich ein „Nasentier", seine Informationen nimmt er über die hochempfindliche Nase auf. So wie Menschen die Zeitung studieren, „liest" unser Hund mit der Nase an allen Ecken und Enden die Botschaften anderer Hunde, Tiere und Menschen. Zerren Sie ihn nicht grob zurück, gerade dann, wenn es für ihn am spannendsten ist.

 

Der Hund ist von Natur aus ein Jäger, er jagt alles, was sich bewegt:

Bälle, fliegendes Papier oder auch Mäuse und Hasen.

Er ist auch von Natur aus neugierig, er will alles beobachten und überall dabei sein.

 

Um angenehme Hausgenossen aus unseren Zwergschnauzern zu machen, müssen wir sie lehren, was sie tun dürfen und was verboten ist. Manche Hunde erlernen auch ganz gern kleine Kunststückchen, die sie dann mit Vergnügen vorführen. Ihre angeborenen Eigenschaften, bzw. Fähigkeiten, müssen - aus unserer Sicht - in „vernünftige" Bahnen gelenkt werden.

 

Unser Hund ist der bedingungslose Freund des Menschen. Seine Familie ist sein „Ein und Alles“. Erschüttern Sie nicht sein Vertrauen! Loben Sie ihn, so oft er es verdient. Hunde sind sensible Wesen, jedes anerkennende und freundliche Wort beglückt sie. Nichtbeachtung, Verständnislosigkeit oder gar brutale Behandlung verletzen sie tief. Sie sind selbst völlig unvoreingenommen und offen. Eine falsche oder grobe Behandlung durch den Menschen – auch oftmals aus Gedankenlosigkeit – können sie nicht deuten.

 

 

 

 

 

Meine Lieblingsrasse, der Zwergschnauzer

 

Der Zwergschnauzer zeichnet sich durch Unbestechlichkeit und Treue aus. Er ist Fremden gegenüber abweisend und misstrauisch und ein hervorragender Wächter von Haus und Hof.

 

Zwergschnauzer sind allgemein als eine „pflegeleichte“ Rasse zu bezeichnen. Neben regelmäßigem Bürsten müssen die Zwergschnauzer fachgerecht getrimmt werden, damit sie typisch und gepflegt aussehen.

 

Der Kynologe Alfred Höhn schreibt in seinem Buch über Schnauzer und Pinscher unter anderem:

Form und Wesen sind beim Schnauzer von einer seltenen Harmonie, denn was er ist und was er kann, zeigt er auch in seinem Äußeren. Die rauhe Schale macht seine Widerstandskraft deutlich, der kräftige Bau verkörpert seinen Schneid, der schöne Kopf verrät Intelligenz und die Augen spiegeln wider, welche große Hundeseele in seinem Innern wohnt. Seine ruhige Gelassenheit ist kein müdes Phlegma, sein Temperament ist keine nervöse Übertreibung, seine Treue keine sklavische Unterwerfung und sein Schneid keine blinde Raserei. Er ist weder eine aufgeputzte Salonschönheit noch ein bulliger Muskelprotz, keine verzärtelte Modepuppe und kein blutgieriger Beißer - aber eines ist er: „Ein ganzer Kerl“!

 

 

 

 

 

Kurzgefasste Rassekennzeichen

 

 

Rasse

Zwergschnauzer

Schulterhöhe

30 – 35 cm, kräftig, eher gedrungen als schlank wirkend, quadratischer Bau

Winkelung

gut gewinkelte Hinterhand

Haar

dicht, drahtig, hart. Rauhhaarig mit harschem Bart und struppigen Augenbrauen. An Ohren, Stirn, Wangen, Halsvorderseite, Bauch und Hosen kürzer gehalten.

Haarfarbe

schwarz, pfeffersalz, schwarzsilber, weiß

Kopf

gestreckt, von den Ohren bis zu den Augen und von diesen bis zur Nasenspitze allmählich schmaler werdend. Länge des Kopfes zur Rückenlänge etwa 1:2. (Rückenlänge = Widerrist bis Rutenansatz). Nasenrücken gerade und zur Verlängerung der flachen, faltenlosen Stirn parallel verlaufend. Der Stirnabsatz (Stop) ist mäßig. Die Wangen sind flach bemuskelt. Die Nasenkuppe ist breit, schwammig und schwarz. Die Lippen liegen fest an. Kräftiger Fang.

Ohren

unkupierte Klapp- oder Stehohren

Gebiß

kräftig, gesund, vollständig (42 Zähne, Milchgebiß 28 Zähne). Die oberen Schneidezähne greifen scherenartig über die unteren.

Augen

oval, nach vorn gerichtet, dunkel

Hals

anliegende Kehlhaut (trocken), Nacken kräftig und leicht gewölbt

Körper

wuchtig mit kurzem, festen Rücken, der in die leicht gerundete Kruppe mit der hoch angesetzten Rute ausläuft. Rute naturbelassen, aufrecht getragen. Die Gesamtlänge des Rumpfes entspricht etwa der Widerristhöhe. Die Vorbrust ist ausgeprägt, der Brustquerschnitt oval. Die Brust reicht bis zur Höhe der Ellenbogen und geht leicht ansteigend in den mäßig aufgezogenen Bauch über.

Vorhand

schräg gestellt; flach aber kräftig bemuskelt. Die Vorderläufe (Ober- und Unterarm) stehen, von allen Seiten gesehen, senkrecht. Die Pfoten sind kurz, rundlich geschlossen, mit gewölbten Zehen (Katzenpfoten), dunklen Nägeln und harten Sohlen.

Hinterhand

von der Seite gesehen schräg gestellt, von hinten gesehen parallel verlaufend. Der Oberschenkel ist nach vorn gerichtet, breit und kräftig bemuskelt. Das Knie ist markant gewinkelt, weder nach innen eingedrückt, noch nach außen gerichtet. Der lange, kräftige Unterschenkel steht im richtigen Verhältnis zur ganzen Hinterhandkonstruktion. Das Sprunggelenk ist ausgeprägt gewinkelt.

Wesen

schneidiges Temperament, gepaart mit bedächtiger Ruhe, misstrauisch gegen Fremde, wachsam. Keine Kläffer. Anhänglich und liebevoll gegen Herrn und Familie. Kinderlieb. Ratten- u. Mäusejäger

Verwendung

Haus-, Wach- und Begleithund

Fehler

abnorme Größen, Farbfehler und Kieferanomalien, Einhodigkeit, Ängstlichkeit, Aggressivität

 

 

 

 

 

Rüde oder Hündin, Ihre Entscheidung

 

Auf die immer wieder auftauchende Fragestellung, ob man sich für die Anschaffung eines Rüden oder einer Hündin entscheiden solle, kann man keine eindeutige Antwort geben.

 

Eine Hündin wird zweimal im Jahr heiß (= Iäufig) und zieht in dieser Zeit die Rüden aus nah und fern an, was leicht zu Komplikationen führt. Sie muss während der Läufigkeit unter steter strenger Aufsicht gehalten werden, damit sich kein unerwünschter Nachwuchs einstellt.

 

Rüden sind häufig lebhafter und angriffslustiger als die eher zurückhaltenden, anschmiegsamen und sensibleren Hündinnen.

 

Es ist in jedem Falle anzuraten, einen Rassehund direkt beim Züchter zu erwerben. Die Schnauzerrassen sind das Ergebnis hundertjähriger züchterischer Bemühungen, durch die bestimmte Eigenschaften und möglichst einheitliche äußere Erscheinungen erzielt wurden, die sich als vorteilhaft und schön erwiesen haben und die im wesentlichen unverändert vererbt werden. Beim Züchter haben Sie Gelegenheit, die Mutter oder gar beide Eltern Ihres Hundes kennen zu lernen und sich so ein Bild über sein späteres Aussehen und seine Eigenschaften zu machen.

Der gute Züchter informiert Sie über alles, was zu einer artgerechten Hundehaltung gehört und wie Sie Ihren neuen Welpen am besten versorgen.

 

 

 

 

 

Wissenswertes zum Hundekauf

 

Grundsätzlich sollten Sie sich darüber im klaren sein, dass man einen Hund nicht „mal eben“ kauft. Es bedarf reiflicher Überlegung, ob ein Hund in Ihrem Lebensumfeld einen artgerechten Platz findet. Sie müssen bereit sein, in gewissem Maße, Ihre Gewohnheiten mit den Bedürfnissen des neuen „Familienmitglieds“ in Einklang zu bringen.

 

Es ist empfehlenswert sich frühzeitig mit einem Züchter in Verbindung zu setzen und einen Termin zu vereinbaren, um sich „Ihren“ Welpen auszusuchen. Allerdings sollten Sie auch den Rat des Züchters einholen, denn ein sorgfältiger Züchter kennt schon die Eigenschaften der einzelnen Welpen ziemlich genau und kann Sie beraten. Es ist sinnvoll den Züchter öfter als nur einmal aufzusuchen, bzw. erkundigen Sie sich von Zeit zu Zeit über das Befinden des Welpen. Einem umsichtigen Züchter ist es wichtig, dass Sie sich für das Tier interessieren und nicht nur einen Hund als „Statussymbol“ haben wollen. Im Zweifelsfall wird Ihnen der Züchter nahe legen, die Anschaffung eines Vierbeiners noch einmal gewissenhaft zu überdenken. Ein guter Züchter zeichnet sich auch dadurch aus, dass er sich nach der Abgabe des Welpen, beizeiten bei Ihnen meldet, um sich über den Entwicklungsstand des Hundes zu informieren.

 

Wenn Sie den Züchter besuchen, sollten die Welpen munter und zutraulich sein, während die Mutterhündin am Anfang durchaus etwas abweisend sein darf. Zum Zeitpunkt der Abgabe der Welpen sollte auch sie freundlich und frei sein. Man soll das Vertrauen spüren, das zwischen dem Züchter und seinen Hunden besteht.

 

Der Züchter sollte Ihnen beim Kauf das Gebiss des Welpen zeigen. Zwergschnauzer haben ein Scherengebiss, d.h., dass die obere Schneidezahnreihe über die untere greift. Die Welpen sollen sechs Schneidezähne sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer haben. Die korrekte Zahnstellung ist im Leben eines Hundes für eine Zuchtbewertung, also auch auf Ausstellungen, wichtig. Ein Welpe mit fehlerhafter Gebissstellung kann nicht den vollen Welpenpreis kosten.

 

Bei der Abgabe eines kleinen Rüden lassen Sie sich dessen beide Hoden nachweisen, sie müssen fühlbar beide im Hodensack vorhanden sein (ca. mit acht bis zehn Wochen).

 

Welpen unserer Rasse, die von Züchtern abgegeben werden, müssen vor der Abgabe ausreichend geimpft und entwurmt worden sein. Lassen Sie sich den Impfpass zeigen. Weiterhin müssen die Welpen, vor der Abgabe an den neuen Besitzer, tätowiert werden.

 

Lassen Sie sich für die ersten Tage das gewohnte Futter mitgeben, fragen Sie, wo Sie es kaufen können. Welpen sind bei Futterumstellung oft sehr empfindlich und reagieren mit Durchfall. Die ersten Tage im neuen Zuhause wird der Welpe ohnehin weniger Appetit haben als im vertrauten Geschwisterkreis. Drängen Sie ihm kein Futter auf, geben Sie in solcher Situation auf keinen Fall Leckerbissen. Ein gesunder Welpe entwickelt schon beizeiten den richtigen Hunger.

 

 

 

 

Ahnentafel und Impfung

 

Die Hunde, die von Züchtern abgegeben werden, müssen alle tätowiert sein und erhalten eine Ahnentafel zum Nachweis ihrer Abstammung. Die Ahnentafel ist auf der ganzen Welt anerkannt und gültig.

 

Züchter sind verpflichtet, die Welpen ordnungsgemäß mit einer international voll gültigen Impfung abzugeben. Geimpft wird mit acht Wochen und zwar gegen die Staupe, die ansteckende Leberentzündung, die sog. Stuttgarter Hundeseuche (Leptospirose) und gegen Parvovirose.

 

Achten Sie darauf, dass Sie einen ordentlich ausgefüllten Impfpaß bei der Welpenübernahme mitbekommen.

 

 

 

 

Haltung und Erziehung

 

Gleich vom ersten Tag an soll der Welpe lernen, dass man auch mal ohne ihn weggehen muss. Je eher man ihn daran gewöhnt, desto besser!

 

Muss der Hund im späteren Leben ein paar Stunden am Tag allein bleiben, so sollte das schon vom zweiten Tag an geübt werden. Bitten Sie ihre Nachbarn auf eventuelles Winseln oder Bellen zu achten. Bleiben Sie auf keinen Fall hinter der Haustür stehen, der Welpe hört oder riecht Sie und weint erst recht. Sperren Sie ihn zum Alleinbleiben nicht in einen kleinen, engen Raum, da hat er erst recht Angst.

 

Übrigens:

Sie haben ja hoffentlich vor dem Hundekauf die Erlaubnis des Hauswirtes eingeholt, sonst gibt es unweigerlich Ärger.

 

Eine gut aufgeräumte Wohnung ist im allgemeinen auch eine hundesichere Wohnung. Schuhe, Wäsche, besonders getragene Gegenstände sind für junge Hunde anscheinend Delikatessen. Nicht strafen, wenn etwas angeknabbert ist, vorher aufräumen!

 

Ideal zum Kräftemessen für einen kleinen Hund sind jegliche Art und Größe von Pappkartons, die in mülleimergerechte Teilchen zerlegt werden. Weder Knochen noch die sog. Kauknochen sind ideal zum Zerknabbern.

 

Junge Hundebesitzer sehen immer ein großes Problem in der Erziehung zur Sauberkeit. Das ist ganz unnötig, denn jeder Hund hat das Bestreben, sein Geschäftchen nicht da zu verrichten, wo er zu Hause ist. Er will ja mit seinem Markieren jedem anderen Hund zeigen, dass es ihn gibt, das machen nicht nur Rüden, sondern auch Hündinnen.

 

Bis aber die Stubenreinheit erreicht ist, kann eine ganze Zeit vergehen, auf keinen Fall ungeduldig werden. Der Welpe sollte morgens möglichst unmittelbar nach dem Aufwachen genommen und rausgetragen werden. Allerdings, wenn Sie Ihren Welpen zum Schlafen wegsperren, werden Sie mit dieser Methode nicht viel Glück haben, weil sich die kleinen Kerlchen dann schon immer in dem Raum ungeniert gelöst haben. Es mag für manchen eigenartig klingen, aber der Welpe, der zur Nacht in die Küche gesperrt wird, hält die Wohnung auf keinen Fall sauberer als der Welpe, der in Ihrer Nähe schläft und den Sie gleich „vor dem Aufstehen" rausbringen können. Es empfiehlt sich, rund um den Schlafplatz des Hundes etwas Zeitungspapier auszulegen, damit Sie besser hören wenn er nachts einmal aufsteht und sich zum „Rausgehen“ meldet.

 

Bedenken Sie, dass ein Welpe den Urin nicht in großen Mengen halten kann, meist muss er eine halbe Stunde nach dem morgendlichen Ausführen gleich noch einmal. Passiert aber trotzdem ein Malheur in der Wohnung, so ist es ganz falsch, wie immer geschrieben, den Hund dafür zu strafen.

 

Zwergschnauzer sind sehr kontaktfreudig. Gäste, die zu Ihnen kommen, werden häufig auch stürmisch begrüßt. Leider springt er dann auch recht lebhaft an den Gästen hoch, was nicht unbedingt jedem teuren Kleidungsstück gut bekommt. Laden Sie zuerst verständnisvolle Freunde ein, die mit Hunden Erfahrung haben. Bitten Sie diese, dass sie beim Kommen zuerst den Hund begrüßen und dann erst Sie. Um das Anspringen etwas zu dämpfen, sollte sich der Besuch am Anfang zu dem Hund runterbeugen und ihn streicheln. Da wird schon der erste Dampf abgelassen.

 

Erst wenn der Hund gewisse Befehle kennt und auch ausführen kann, kann man ihn , „auf den Platz“ schicken, wo er liegen zu bleiben hat. Strafen Sie nie einen Hund, der sich wegen Ihnen freut, dämpfen Sie ihn, indem Sie ihn etwas runterdrücken und liebevoll auf ihn einsprechen.

 

Alle Hunde, aber besonders Vertreter der Schnauzerrassen, die ausgesprochene Familienhunde sind, leiden unter einer Zwingerhaltung. Hunde sind Meutetiere, ein Aussperren aus der Meute kommt einem Ausstoßen gleich. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich bei einem ausgestoßenen Hund ein Machtkampf anbahnt und der Hund sich eine Stelle in der Familie erkämpfen will. Dazu sucht er sich natürlich das schwächste Glied der ,,Meute" aus, Kinder, alte Leute usw.. Lassen Sie es bitte nicht erst dazu kommen!

 

Gewöhnen Sie Ihren Hund gleich an das Autofahren. Manch junger Hund verträgt es am Anfang nicht. Man kann dann aber mit milden Tabletten versuchen, die Übelkeit zu verhindern. Je schneller der Hund merkt, dass ihm das Autofahren bekommt, desto unproblematischer werden ausgedehntere Fahrten oder Reisen.

 

Wenn Sie einen Garten haben, so ist das Wichtigste ein vollkommen dichter Zaun. Dieser Zaun muss in die Erde eingelassen sein, denn kleine Hunde wühlen sich mit Begeisterung beinahe durch alles durch. Auch die Höhe des Zaunes muss entsprechend ausgeführt sein. Mittelgroße Hunde sind äußerst geschickt und nehmen Zäune von 1,60 m aus dem Stand. Ist der Widerstand gegen den „ersten Sprung“ einmal gebrochen, wird er es immer wieder tun, wenn die Gelegenheit dazu besteht.

 

Achten Sie darauf, dass der Hund von klein auf nicht ohne eine gewisse Aufsicht im Garten ist und möglichst keine Gelegenheit hat, dauernd am Gartenzaun kläffend den Verkehr zu kommentieren. Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken!

 

Bei jungen Hunden im Garten aufpassen, manche Sträucher sind giftig oder haben giftige Beeren. Giftig sind übrigens auch einige Zimmerpflanzen! Besondere Vorsicht ist geboten im Zusammenhang mit Spritzmitteln gegen Ungeziefer, Schneckengift, Rattengift. Überhaupt junge Hunde haben die Neigung alles anzuknabbern. Vorsicht und nochmals Vorsicht ist die Devise.

 

Nehmen Sie für die Hütte oder ein Hundehaus auch keine gestrichenen Bretter, einige Farben haben Bleizusätze und auch Linoleum, das ebenfalls teilweise Blei enthält, sollte nicht verwendet werden. Quartieren Sie Ihren Hund auch nicht im Heizungskeller ein, auch wenn es dort noch so schön warm ist. Ungenügende Luftzufuhr zusammen mit den Abgasen der Heizung können einen toten Hund zur Folge haben.

 

Passen Sie auch auf; dass der Hund nicht an Tabletten gelangen kann. Geben Sie auch keine Tabletten oder Medikamente aus der Humanmedizin, was für Sie in der Zusammensetzung ein leichtes Mittel ist, kann für den Hund tödlich sein.

 

Hier sei es ganz klar gesagt, dass Zwingerhaltung für keinen Hund die ideale, tierschutzgerechte Haltung ist. Unsere Hunde sollen Mitglieder der Familie sein, von Anfang an!

 

 

 

 

 

Die Fütterung

 

Die Grundlage für eine gesunde Entwicklung ist die richtige Ernährung. Mit der Nahrung nimmt der Hund die Nährstoffe auf, die er benötigt, um zu leben.

 

Kohlenhydrate und Fette stellen die Energiequellen dar, welche der Körper braucht, um z.B.:

- seine Temperatur ständig bei 38 bis 38,5 °C zu halten,

- die Muskulatur bewegen zu können.

 

Eiweiß (Protein) ist ein unbedingt erforderlicher Nährstoff, da es Aminosäuren bereitstellt, die neben vielen weiteren Aufgaben für das Wachstum und die Neubildung von Körpergeweben verantwortlich sind. Zu den Grundnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten braucht der Hund Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und Wasser.

 

Die ersten Tage hält man sich an den Futterplan, den der Züchter aufgestellt hat. Am Anfang werden vier kleine Mahlzeiten gereicht, die so bemessen sein sollen, dass sie gern, aber nicht gierig aufgenommen werden. Sind die Portionen zu groß, weniger geben, auf keinen Fall etwas stehen lassen. Junge Hunde sollten knapp gefüttert werden, lieber öfter eine kleine Mahlzeit! Das Futter soll immer leicht angewärmt sein.

 

Übrigens:

Besonders großwüchsige Hunde dürfen nicht überfüttert werden, sonst sind irreparable Schäden vorprogrammiert.

 

Über die Art und die Zusammensetzung des Futters gibt es nicht nur lange Abhandlungen, sondern auch hitzige Diskussionen unter Hundebesitzern. Hier nur soviel, der Hund ist ein Fleischfresser, dennoch verfüttern Sie auf keinen Fall rohes Schweinefleisch.

 

Fertignahrung erfüllt alle Anforderungen an eine ausgewogene, vollwertige Ernährung. Wenn Sie gleich damit beginnen, den jungen Welpen mit Fertignahrung zu füttern, können Sie sicher sein, das Richtige für ihn zu tun.

 

Da es besonders schwierig ist, für den jungen Welpen ein ausgewogenes Futter zusammenzustellen, das seinem erhöhtem Nährstoffbedarf gerecht wird (er braucht in seiner Wachstumsphase doppelt soviel Energie pro Kilogramm Körpergewicht wie ein ausgewachsener Hund), ist eine spezielle Welpenkost empfehlenswert, die zur alleinigen Fütterung von heranwachsenden Hunden bestimmt ist. Nach einem halben bis einem Jahr sollten Sie die Fütterung schrittweise von der Welpenkost auf eine normale Fütterung umstellen, und nach einem Jahr kann Ihr Hund ausschließlich mit normalem Hundefutter ernährt werden.

 

Anmerkung:

Achten Sie immer darauf, Nahrungsumstellungen langsam durchzuführen, sonst kann es leicht geschehen, dass Ihr Vierbeiner Durchfall bekommt. Gefüttert wird immer zur gleichen Zeit, am gleichen Ort, weder zu heiß noch zu kalt (nie direkt aus dem Kühlschrank). Will Ihr Hund einen Tag mal nicht fressen, ist das kein Grund zur Besorgnis. Frisches Wasser zum Trinken sollte er stets zur Verfügung haben.

 

 

 

 

 

Pflege der Welpen

 

Welpen sollten von Anfang an mit Kamm und Bürste konfrontiert werden. Zwergschnauzer werden von Zeit zu Zeit getrimmt, sie müssen konsequent daran gewöhnt sein, dass sie auf einen Tisch gehoben und „bearbeitet“ werden. Keine Decke auf den Tisch, die rutscht, evtl. nur eine Gummiunterlage.

 

Am Anfang wird man den Welpen nur streicheln. Nach einigen Tagen wird man mit einem Kamm durch das Körperhaar gehen und auch den Kopf nicht aussparen. Und dann, so allmählich, werden die Läufe gekämmt und der kleine Bart gebürstet. Streicheln Sie ihren Hund zwischendurch immer wieder. Natürlich wird er am Anfang in den Kamm beißen, strafen Sie ihn nicht deswegen. Nicht den Mut und auf keinen Fall die Geduld verlieren! All die Abwehrversuche des Welpen oder auch seine kleinen Beißversuche, nehmen Sie diese nicht ernst, versuchen Sie über spielerische Ablenkung Ihr Ziel, nämlich das Kämmen, durchzusetzen. Es geht immer - mit Geduld!

 

Lassen sich nun die Welpen all dies gut gefallen, muss nicht täglich gekämmt werden, denn das Rauhhaar ist pflegeleicht. Ein besonderes Augenmerk braucht der Bart. Zur Pflege sollte er wirklich täglich nach dem Füttern gewaschen und auch gekämmt werden.

 

Baden ist bei unserer Rasse nur in Ausnahmefällen nötig, z.B. nach Wälzen in Unrat, wie totem Fisch o. ä. Sie können dazu jedes sehr gute neutrale Haarwaschmittel nehmen, wichtig ist gutes Ausspülen danach und, bitte, mit lauwarmen Wasser. Nach dem Waschen das Abtrocknen mit einem Handtuch nicht vergessen. Sie sollten den Hund „an der Luft“ trocknen lassen, achten Sie jedoch darauf, dass er sich an einem gewärmten Ort aufhält und keiner direkten Zugluft ausgesetzt ist.

 

Welpen haben am Anfang noch recht scharfe Krallen, die sich bei zunehmender Bewegung schnell abschleifen. Schneiden Sie sie nicht!

 

Dass das Lager wie auch die Futter- und Wasserschüssel immer sauber sein müssen, versteht sich von selbst.

 

Ungeziefer:

Es gibt innere und äußere Parasiten. Zu den inneren Parasiten gehören die Würmer, ganz besonders die Spulwürmer. Und obwohl unsere Hunde nur entwurmt abgegeben werden dürfen, sollte nach drei bis vier Wochen beim neuen Besitzer eine weitere Wurmkur gemacht werden. Bandwürmer können nur vorkommen, wenn die Welpen stark verfloht sind, aber auch dagegen gibt es sehr gute milde Mittel beim Tierarzt. FIöhe gibt es zu jeder Jahreszeit, lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten. Bitte nicht einfach irgendetwas gegen Ungeziefer kaufen

 

 

 

 

 

Der Tierarzt

 

Sie müssen die Adresse und Telefonnummer IhresTierarztes immer zur Hand haben. Es gibt auch flächendeckend einen Notdienst!

 

Fühlt sich der Welpe nicht wohl, so sollte man Fieber messen. Normaltemperatur ist 38 – 38,5 °C. Die Temperatur wird mit einem normalen Fieberthermometer gemessen und zwar im After. Sollte der Hund erhöhte Temperatur haben, muss der Tierarzt aufgesucht werden.

 

Am häufigsten sind Magen- und Darmbeschwerden, hier helfen rigoroses Hungern lassen und Ruhe. Eine strenge Diät über zwei bis drei Tage durchhalten, aber nur, wenn kein Fieber vorhanden ist.

 

Bisswunden sollten vom Tierarzt behandelt werden. Bei Schnittwunden, die stark bluten, bis zur tierärztlichen Behandlung einen kräftigen Druckverband anlegen.

 

Wenn Ihnen irgendetwas an dem Hund nicht in Ordnung erscheint, lieber einmal öfter fragen als einmal zu wenig. Sorglosigkeit kann tragische Folgen haben.

 

Denken Sie daran, die Impfungen Ihres Hundes regelmäßig beim Tierarzt auffrischen zu lassen. Bei der Gelegenheit bietet es sich an, den Hund zur Vorsorge „allgemein durchchecken“ zu lassen.

 

 

 

 

 

Mit dem Hund auf Reisen

 

Auch wenn Sie „auf den Hund gekommen sind“ brauchen Sie nicht auf Ihren Urlaub zu verzichten. Es gibt genügend Hotels, in denen Sie mit Ihrem Hund ein gern gesehener Gast sind, es gibt aber auch solche, die Hunde nicht zulassen. Erkundigen Sie sich vor Antritt der Reise oder des Urlaubs danach, sonst erleben Sie unter Umständen böse Überraschungen.

 

Bei Reisen ins Ausland sollten Sie vorher die gültigen Bestimmungen erfragen. Meist genügt der Nachweis der gültigen Tollwutschutzimpfung.

 

Planen Sie dennoch einen Urlaub ohne Ihren Vierbeiner, so kümmern Sie sich bitte rechtzeitig, um eine geeignete Unterkunft und Verpflegung für Ihren Hund. Am besten ist es, wenn der Hund in einer ihm vertrauten Umgebung, mit bekannten Personen, unterkommen könnte. Vielleicht sind Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn dazu bereit, den Hund während Ihrer Abwesenheit bei sich aufzunehmen. Bevor Sie den Hund fremden Personen überlassen, fragen Sie Ihren Züchter, ob er den Hund während dieses Zeitraums aufnehmen kann. Im allgemeinen wird er gerne dazu bereit sein und Sie können versichert sein, dass Ihr Hund den Züchter – als seine erste Bezugsperson - auch noch nach Jahren wiedererkennt.

 

 

 

 

 

Der Pinscher-Schnauzer-Klub

 

Die Mitgliedschaft in einem Klub hat für Hundebesitzer viele Vorteile. Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten, Erfahrungs- und Gedankenaustausch. Beratung, wenn Sie züchten oder ausstellen wollen und natürlich auch wenn Sie nicht züchten wollen, aber Rat und Hilfe brauchen, dann sind Sie bestens im Klub aufgehoben.

 

Der PSK ist in 16 Landesgruppen und über 170 Ortsgruppen zusammengefasst, von denen ganz sicher eine in Ihrer Nähe ist. Einige Ortsgruppen haben auch eigene Hundeplätze, günstig wenn Sie Ihren Hund ausbilden, ihm Gehorsam beibringen oder sich allgemein sportlich betätigen wollen.

 

Informieren Sie sich: Homepage des PSK